Augenblicke

Augenblicke

Morgenlicht.



Und nichts
muss hinzugefügt werden.

Manches
liegt nicht verborgen.

Es wartet nur darauf,
mit anderen Augen
gesehen zu werden.

Das Leben
empfängt uns
viel öfter,
als wir glauben.

Ein offenes Haus
erkennt man nicht
an der Tür.



Sondern an der Stille,
die davor wohnt.

Der Blick
braucht nicht
immer freie Sicht.

Manchmal
macht gerade
das Dazwischen
das Wesentliche
sichtbar.

Manchmal

wirkt gerade das,

was nicht

im Mittelpunkt steht,

am stärksten.

Nicht alles
will entdeckt werden.



Manches
offenbart sich
erst dem stillen Blick.

Nicht alles,

was Spuren trägt,

ist vergangen.


Manches

ist einfach geblieben.

Nichts festhalten.
Nichts verlieren.


Nur schauen,
wie der Himmel
sich verwandelt.

Die schönsten Augenblicke
machen keinen Lärm.


Sie wollen
weder festgehalten
noch erklärt werden.


Es genügt,
ihnen für einen Moment
Raum zu geben.