Rama
Hier geht es
nicht um mich,
sondern um das,
auf was ich
hinweise.
Wahrheit, Frieden, Hingabe,
Vertrauen, Präsenz usw. . .
sind letzten Endes nur Worte
für das Form- und Namenlose
jenseits von Zeit und Raum.
Solltest du gleichwohl
etwas über meine Person
wissen möchten,
findest du nachfolgend
die dazugehörige
Geschichte.
–
Ursprünglich habe ich Maschinenbau studiert, anschließend bei einer Personalberatung gearbeitet, und einerseits war da lange der Wunsch nach Karriere, andererseits ein zunächst eher vages Gefühl, dass es das für mich vielleicht doch nicht sein könnte.
Also begann ich zu suchen, las Bücher, besuchte Seminare – und stolperte eines Tages in eine Veranstaltung namens Satsang, ohne die geringste Ahnung zu haben, was das eigentlich sein sollte.
Schon die erste Begegnung mit diesem Satsang-Lehrer traf mich mitten ins Herz. Jemandem, der so tief in sich selbst ruhte und mit allem im Frieden zu sein schien, war ich noch nie zuvor begegnet. Er hieß Samarpan, und als ich ihm von meinen Sorgen rund um Arbeit und Karriere erzählte, meinte er ganz entspannt:
„Deine eigentliche Aufgabe ist es, anderen die Hand zu halten.“
Das irritierte und berührte mich gleichermaßen. Und wenig später kündigte ich tatsächlich Job und Wohnung und begann mit ihm umherzureisen. Was einer 180-Grad-Wende in meinem bis dahin weitgehend vom Verstand her geleiteten Leben gleichkam.
Nun war ich ständig unterwegs, dolmetschte täglich bis zu sechs Stunden in den Satsangs, aber vor allem die inneren Prozesse - und der stete Fokus auf diesen Moment - nahmen viel mehr Raum ein als zuvor.
Immer wieder die Hingabe an den "Meister", innere und äußere Auseinandersetzungen mit "ihm", Enttäuschungen noch und nöcher - Himmel und Hölle im wahrsten Sinne des Wortes - doch im Lauf der Monate und Jahre kam etwas mehr und mehr zur Ruhe.
Immer weniger hielt ich bei ihm nach Antworten Ausschau und als Samarpan eines Tages meinte, die Zeit des Abschieds sei gekommen, fühlte sich das rundum stimmig an.
Wie es nun weitergehen würde? Ich hatte keine Ahnung. Und mir war klar: ich musste auch keine haben. Die Jahre an seiner Seite waren eine Art Schule in Hingabe und Vertrauen gewesen . . . jetzt ging es hinaus ins Leben . . . und das bescherte mir erstmal . . . nichts. :)
Also machte ich genau dies . . . ließ mich treiben . . . und als ich mich nach einigen Monaten des süßen Nichttuns wieder einmal in einem Satsang mit Samarpan wiederfand, saß ich nicht mehr wie früher als sein Dolmetscher vorne neben ihm, sondern als normaler Teilnehmer ganz hinten an der Wand.
Und während ich die Menschen beobachtete, wie sie sich mit dem "Meister" über ihre Themen austauschten, sah ich irgendwie auch meine eigene Reise mit ihm darin: von der anfänglichen Vergötterung über die vielen Zweifel, Missverständnisse, inneren und äußeren Kämpfe . . . bis hin zu einem Begegnen auf Augenhöhe - voller Liebe und Dankbarkeit. Und ich dachte:
"Eigentlich müsste man über solche eine Meister-Schüler-Beziehung ein Buch schreiben – absolut offen und ehrlich."
Kaum war dieser Gedanken vorübergezogen, wurde ich urplötzlich geflutet von Erinnerungen aus den vier Jahren, nahm sogleich einen Zettel zur Hand und begann, alles niederzuschreiben, während der Satsang um mich herum einfach weiterging.
In den folgenden Wochen schrieb ich fast rund um die Uhr und nach etwa drei Monaten lagen knapp tausend Seiten vor mir.
Der nächste Schritt schien mir, dieses Manuskript an verschiedene Verlage zu schicken, doch da es überall abgelehnt wurde, beließ ich es dabei. Hatte es ohnehin nicht geschrieben, um Autor, erfolgreich oder berühmt zu werden, sondern einfach weil es geschrieben werden wollte.
→ Bücher
Im Fernsehen sah ich eine Dokumentation über ungewöhnliche Jobs und die Tätigkeit eines Flugkuriers sprach mich besonders an.
Also kontaktierte ich die Firma aus dem Beitrag, wurde in deren Pool freier Mitarbeiter aufgenommen, hatte kurz darauf meinen allerersten Auftrag nach Los Angeles und flog nun über fünfzehn Jahre als On-Board-Kurier mit dringenden Sendungen kreuz und quer durch die Welt.
Und wenn ich während dieser Jahre manchmal an meine Samarpan-Zeit zurückdachte, in der der tägliche Satsang zum Alltag gehört hatte (während ich nun mit niemand mehr über irgendwelche spirituellen Dinge redete), ging mir regelmäßig durch den Kopf:
"Wie schön ist es doch, die
Wahrheit
nicht zu lehren, sondern sie einfach zu leben."
So ging es also permanent rund um den Globus und oft wusste ich beim Aufwachen am Morgen nicht, in welchem Land ich eigentlich gerade war oder in welchem ich wohl am Abend sein würde.
Einige Jahre später entdeckte ich die Anzeige eines kleinen Verlages, der "neue Autoren" suchte, schickte das Manuskript erneut auf die Reise und hier war man sofort Feuer und Flamme, wollte allerdings aufgrund des enormen Umfangs zwei Teile daraus machen, was für mich fein war.
→ Bücher
Mit dem Erscheinen der Bücher kamen plötzlich viele Mails von Menschen, die etwas darin berührt hatte, später entstanden zwei Interviews bei JETZT-TV, und irgendwann dachte ich:
"Wie schön wäre es, einige dieser bestimmt ganz wunderbaren, herzoffenen Menschen einmal persönlich kennenlernen zu können."
Also lud ich alle zu einem gemeinsamen Wochenende ein, das ich "Satsang-Celebration" nannte: ohne Meister und ohne Schüler, einfach ein ganz entspanntes Miteinander-Sein.
Dieses Wochenende war wunderschön und es gab auch einige Folgetreffen. Allerdings deckten die Spenden/Beiträge jedes Mal kaum die Kosten für das Seminarhaus, was ich nach drei Jahren als Zeichen nahm, es damit wieder gut sein zu lassen.
Also flog ich weiter durch die Welt, spürte mit den Jahren allerdings, dass der ständige Jetlag sowie die teils anstrengenden Zustellungen - nach Langstreckenflügen musste ich manchmal noch mehrere Stunden mit dem Mietwagen bis zum Empfänger fahren - mehr und mehr an meinen Kräften zehrten.
Was sollte ich "tun", was stand an . . . nichts tauchte auf. Bis ich 2015 eines Abends in einer Kneipe einem Mann gegenübersaß, der eine eigene Firma für Badsanierungen hatte, wir uns auf Anhieb blendend verstanden und plötzlich verkaufte ich neue Badezimmer.
Das heißt: Ich fuhr zu Menschen nach Hause, sprach mit ihnen über Duschen, Fliesen und Armaturen und während ich mit ihnen bei Kaffee und Kuchen im Wohnzimmer zusammensaß und vielleicht deren ganzen Unsicherheiten oder Selbst-Zweifel wahrnahm, war da in mir oft ganz selbstverständlich dieses stille:
"Hey, bei mir brauchst du dich nicht verstecken. Ich sehe dich, sehe deine Schönheit - hier und jetzt kannst du entspannen. Du bist völlig in Ordnung, so wie du bist. Alles ist gut."
Darüber gesprochen haben wir natürlich nicht, schließlich ging es nur um das neue Badezimmer. Und doch merkte ich, dass mein entspanntes Mit-ihnen-Sein offenbar dazu führte, dass auch in ihnen etwas zur Ruhe kam und sie sich nach meinem Besuch etwas leichter fühlten.
2017 tauchte der Impuls auf, mich bzw. mein Sein nun doch auch wieder auf dem spirituellen Feld zu teilen und so begann ich zunächst Online- und ab 2019 auch wieder Live-Begegnungen anzubieten.
Gleichzeitig verkaufte ich weiterhin mit großer Freude Badezimmer – und würde es ohne Corona vielleicht heute noch machen. So aber entstand schließlich noch mehr Raum für die Begegnungen, um die es auf dieser Seite geht.
Und ansonsten?
Seit ich 1997 meine Wohnung gekündigt habe, um mit Samarpan reisen zu können, hatte ich keine eigene mehr. Stattdessen wohne ich in Hotels, Pensionen, bei Freunden, hüte Häuser und Wohnungen und bin selten länger als ein paar Tage an einem Ort. Und während äußerlich viel Bewegung stattfindet, ist es innerlich sehr still geworden.
Lass uns gerne begegnen,
jetzt, hier.

